KI macht alles austauschbar. Was bleibt?

KI macht jedes Produkt, jeden Service austauschbar. Was bleibt dann noch als Differenzierung? Kaum ein:e deutsche:r CEO hat darauf eine Antwort.

Dario Amodei (CEO Anthropic) schon.
Und was er tut, würde bei jedem deutschen Vorstand Herzrhythmusstörungen auslösen:

Er verbringt 30-40% seiner Zeit nicht mit Technologie, sondern damit, die Kultur von Anthropic gut zu halten. Alle zwei Wochen spricht er beim „Dario Vision Quest" ungefiltert über Werte, Strategie und Fehler.

Seine Philosophie? „Corpo speak" vermeiden. Probleme beim Namen nennen. Vertrauen durch Klarheit und Transparenz.

Zitat: „Ich will, dass alle die Mission fühlen. Dass wir aufrichtig sind. Dass jeder glaubt, dass alle anderen aus den richtigen Gründen hier arbeiten."

Das ist Value Driven Leadership.

Deutsche CEOs? Laut Harvard verbringen CEOs 72% ihrer Arbeitszeit in Meetings, im Schnitt 37 Stück pro Woche.

„Kultur" steht nicht im Kalender. „Werte" stehen nur an der Wand im Konfi.

Das Ergebnis: Nur 10% der Beschäftigten in Deutschland sind emotional an ihren Arbeitgeber gebunden. Volkswirtschaftlicher Schaden: 119 bis 142 Milliarden Euro. Pro Jahr.

Wir sind inmitten der jahrelang besprochenen VUCA- und BANI-Welt angekommen und zu viele haben keine Lösung oder Ideen damit umzugehen. Wie das Kaninchen vor der Schlange verfallen wir in Schockstarre, weil unsere aktuellen Führungsprinzipien nicht mehr greifen.
Command & Control funktioniert nicht mehr.
Prozesse allein auch nicht.

Was funktioniert: Klarheit über das Warum. Konsistenz zwischen Worten und Handeln. Führungskräfte, die Werte nicht weg-delegieren sondern vorleben.

Wenn Technologie, Produkt und Service austauschbar werden, bleibt nur noch eine Frage:

Wofür steht dein Unternehmen und wie setzt es das um?!

KI macht alles austauschbar. Was bleibt?