Was eine Fehlbesetzung wirklich kostet

Eine Führungskraft zu ersetzen kostet 200% ihres Jahresgehalts. Bei einem Paket von 300.000 Euro sind das 600.000 Euro. Für eine einzige Fehlbesetzung. Und 42% aller Kündigungen wären vermeidbar gewesen.

Gleichzeitig zeigt der Gallup Engagement Index 2025: Nur 10% der Beschäftigten in Deutschland fühlen sich ihrem Arbeitgeber emotional verbunden. Zehn Prozent. Die restlichen 90% machen Dienst nach Vorschrift oder haben innerlich längst gekündigt. Kostenpunkt: 119 Milliarden Euro. Jedes Jahr.

Und wir diskutieren über Fachkräftemangel, als wäre das ein externes Problem.

Die besten Leute gehen nicht wegen des Geldes. Sie gehen, weil jemand entschieden hat, dass Kontrolle sicherer ist als Vertrauen.

Zehn Dinge, die echte People Leader tun, um ihre besten Leute zu halten:

  1. Sie sehen den Menschen, nicht die Funktion.
  2. Sie geben Feedback, das weiterbringt, nicht runterzieht.
  3. Sie hören auch denen zu, die nicht am lautesten reden.
  4. Sie respektieren Grenzen, statt sie zu testen.
  5. Sie sind da, wenn es schwierig wird. Nicht nur, wenn es läuft.
  6. Sie feiern Entwicklung, nicht nur Ergebnisse.
  7. Sie zeigen Wertschätzung im Alltag. Nicht einmal im Jahr beim Mitarbeitergespräch.
  8. Sie erlauben Menschen, ganz sie selbst zu sein.
  9. Sie helfen, bevor jemand fragen muss.
  10. Sie stellen sich vor ihr Team. Immer.
Das sind keine Soft Skills. Das ist Führung.

Die meisten Unternehmen reden von Werten und praktizieren Kontrolle.
Meine Erfahrung aus hunderten Besetzungsprozessen: Autorität bekommt Aufgaben erledigt. Vertrauen bekommt Loyalität. Und Loyalität bekommt die Ergebnisse, die kein Reporting der Welt erzwingen kann.

Dein Team wird sich nicht an jedes Meeting erinnern. Aber daran, ob du an sie geglaubt hast, als es darauf ankam. Ob du sie verteidigt hast, als es unbequem war. Ob du gemerkt hast, dass es ihnen nicht gut ging.

Das ist Value Driven Leadership. Nicht Perfektion. Fortschritt. Nicht Kontrolle. Vertrauen. Nicht Macht. Partnerschaft.

Was eine Fehlbesetzung wirklich kostet